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Loslassen: Ein herzensschwerer Prozess

von | 25 Jan, 2021

Der Prozess des Loslassens begleitet uns alle immer wieder im Laufe unseres Lebens.

 

Dabei spielt es keine Rolle, ob es um banale Dinge wie materielle Güter oder um geliebte Menschen geht – Loslassen fällt den meisten Menschen wirklich sehr schwer, sodass sie lieber krampfhaft an etwas festhalten, selbst wenn es ihnen auf Dauer sogar schadet. Doch warum fällt uns Loslassen so schwer? Warum klammern wir uns lieber an einen Job, der uns unglücklich macht, eine Beziehung, die schlecht läuft oder Dinge, die wir eigentlich überhaupt nicht mehr brauchen?
In diesem Beitrag möchte ich mich diesem äußerst wichtigen Thema widmen und den Ursachen auf den Grund gehen, warum es den Meisten so viele Schwierigkeiten bereitet, Dinge oder Menschen loszulassen.

Loslassen wird mit Verlust assoziiert

Die Angst davor, einen geliebten Menschen zu verlieren, plagt viele Menschen. Verlust wird mit Leid und Schmerz verbunden und der Gedanke daran weckt negative Gefühle. So verhält es sich auch mit dem Prozess des Loslassens. Dieser Prozess wird in der Regel von den meisten Menschen als etwas Negatives verstanden und mit einem Verlust assoziiert. Am meisten fürchten sich Menschen mit Verlustangst davor, den damit verbunden Schmerz nicht bewältigen zu können. Gerade die Trennung von einem geliebten Menschen, egal aus welchen Gründen es dazu kommt, macht den meisten Menschen Angst, sodass sie lieber um jeden Preis daran festhalten, selbst wenn die Beziehung zu diesem Menschen einer destruktiven Dynamik folgt. Kein Wunder, dass der Prozess des Loslassens in dem Fall einen negativen Beigeschmack erhält, wenn er mit einem Verlust gleichgesetzt wird. Doch Loslassen kann auch etwas Befreiendes sein und neue Wege aufzeigen. Trotz der positiven Aspekte, die Loslassen mit sich bringen kann, wehren sich viele Menschen mit Händen und Füßen dagegen, denn Loslassen bedeutet auch eine Veränderung des Status Quo im Leben und viele Menschen fürchten sich vor Veränderungen.

loslassen

Menschen sind Gewohnheitstiere

 

Das gesamte Leben von Menschen ist auf Gewohnheiten aufgebaut. Gewohnheiten haben ihre Vorteile und können den Alltag erleichtern. Sie können uns jedoch auch im Weg stehen und uns blockieren. So verhält es sich auch, wenn es um das Loslassen geht. Aufgrund unserer Gewohnheiten, sträuben wir Menschen uns gerne vor Veränderungen. Veränderungen im Leben bedeuten in erster Linie immer, dass etwas Neues, Ungewisses auf uns zukommt. Diese Ungewissheit bereitet vielen Menschen Sorgen und Bauchschmerzen, da die meisten Menschen nach Sicherheit streben. Es ist ein Grundbedürfnis eines jeden Menschen. Folglich fürchten sich die meisten Menschen davor, neue Wege einzuschlagen, Veränderungen einzugehen und sich auf etwas Ungewisses einzulassen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass in diesem Fall Loslassen einen solch schweren Prozess darstellt.
Daneben bergen Gewohnheiten auch die Gefahr der Bequemlichkeit in sich. Es ist einfach und bequem, alten Mustern zu folgen und gewohnte Prozesse beizubehalten. Man riskiert dabei nichts und kann in seiner vertrauten Umgebung verharren – wo wir wieder beim Thema Sicherheitsbedürfnis wären. Menschen verlassen außerdem nicht gerne ihre Komfortzone, denn das bedeutet wiederum, sich eventuell mit Schwierigkeiten und Herausforderungen konfrontiert zu sehen, neue Aufgaben zu übernehmen und sich im Vorfeld unangenehmen Situationen stellen zu müssen.

 

Geringes Selbstwertgefühl erschwert den Prozess des Loslassens

 

Neben der Angst vor Veränderungen, vor Verlust oder aus Gründen der Bequemlichkeit ist auch ein geringes Selbstwertgefühl ein Hindernis beim Loslassen. Insbesondere, wenn es darum geht, zwischenmenschliche Beziehungen loszulassen, spielt das Selbstwertgefühl eine besonders wichtige Rolle. Hat man ein negatives Selbstbild und denkt zum Beispiel in einer unglücklichen Partnerschaft, man würde sowieso niemand Besseren finden oder man hätte niemand Besseren verdient, so ist gerade in dem Fall auch die Verlustangst besonders stark ausgeprägt und erschwert das Loslassen. Das gilt auch für das Loslassen einer Arbeitsstelle, die an die Substanz geht oder Freundschaften, die einem selbst nicht gut tun. Wenn man selbst der Überzeugung ist, dass das schon „alles“ ist, was man im Leben „verdient“ hat, wird es sehr schwer werden, sich von diesen negativen Dingen oder Personen zu trennen.

So schwer der Prozess des Loslassens – aus welchen Gründen auch immer – fallen mag, ist es doch ein Prozess, den wir alle im Leben schon mehrmals erfahren haben und der am Ende in der Regel viel Positives hervorgebracht hat. Denke doch einmal darüber nach, wie viele neue Wege sich dir bereits eröffnet haben, nachdem du etwas Altes hinter dir gelassen hast!

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