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Passive Bindungsangst: Beziehungsunfähigkeit als unbewusstes Problem bei Frauen

von | 6 Feb, 2021

Einigen Männern wird ganz gerne nachgesagt, sie hätten Angst davor, sich langfristig zu binden. Diese Männer würden an Intimitätsproblemen leiden und Angst vor Nähe haben. Was an der Stelle jedoch völlig außer Acht gelassen wird, sind Frauen, die sich zu ebendiesen Männern hingezogen fühlen. Der Grund dafür ist simple. Frauen, die sich immer wieder auf solche Männer einlassen, leiden meist selbst an Bindungsangst. Diese Bindungsangst ist ihnen jedoch nicht bewusst und wird daher als passive Bindungsangst bezeichnet.

Aktive und passive Bindungsangst

Im Falle von Bindungsangst ist zwischen aktiver und passiver Bindungsangst zu unterscheiden. Zu der Gruppe aktiver Beziehungsverweigerer gehören Menschen, die eine bewusste, aktive Entscheidung darüber treffen, keine ernsthafte Beziehung eingehen zu wollen. Sie ziehen sich zurück, sobald es ernst zu werden scheint. Die passiven Beziehungsverweigerer sind sich ihrer Bindungsangst meist gar nicht bewusst, sie fühlen sich zu aktiven Beziehungsverweigerern hingezogen und verlieben sich gerne in Menschen, die emotional auf Distanz gehen. Beide Geschlechter können sowohl von der aktiven als auch von der passiven Bindungsangst betroffen sein.

Bindungsangst ist nicht nur ein Männerproblem 

 

Obwohl beide Geschlechter von der Phobie eine langfristige Beziehung einzugehen, betroffen sein können, wird die Bindungsangst im Zusammenhang mit Frauen nur wenig thematisiert. Von Frauen hört man ganz gerne, dass sie immer wieder an Männer geraten, die sich nicht binden wollen. Sie geraten ständig an den „Falschen“ und ärgern sich über all die missglückten Beziehungsversuche. Doch dahinter verbirgt sich tatsächlich ein Beuteschema. Solche Frauen suchen sich in der Regel völlig unbewusst genau solche Männer aus, weil sie in Wirklichkeit selbst an einer ­– in dem Fall passiven – Bindungsangst leiden. Der gängige Denkansatz, dass Frauen stets auf der Suche nach einer stabilen, festen Partnerschaft sind, während Männer sich davor fürchten, entspricht daher nicht der Richtigkeit.

Frauen mit passiver Bindungsangst suchen sich unterbewusst Männer aus, die sich nicht binden wollen 

 

Grundsätzlich wird dem Mann in der Gesellschaft die Rolle zugeschrieben, bei der Partnersuche die Initiative ergreifen zu müssen. Daher werden sie direkt mit Schuldzuweisungen konfrontiert und als beziehungsunfähig abgestempelt, wenn sie sich zurückziehen, sobald es ernst wird. Frauen, die jedoch immer wieder bei diesem Typ Mann landen, müssen an der Stelle bei sich selbst gucken und analysieren, ob der wahre Grund für ihre bindungsunfähige Männerwahl nicht damit zusammenhängt, dass sie passiv ausweichen. Sie machen es sich dadurch leicht, weil sie sich selbst und ihrem Umfeld vormachen können, sie würden eine ernsthafte Partnerschaft anstreben, wobei sie in Wirklichkeit einen Ausweg suchen, sich nicht ihren Ängsten vor Nähe und Intimität stellen zu müssen. Deshalb suchen sie sich unbewusste solche Männer aus, weil die Chance, dass es zu einem ernsthaften Verhältnis kommt, sehr gering ist.

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Passive Bindungsangst – Der wahre Grund, warum Frauen gerne an den „Falschen“ geraten 

 

Wer sich als Frau immer wieder in der Situation wiederfindet, an beziehungsunfähige Männer zu geraten, dann empfiehlt es sich, das sich hinter der Partnerwahl verbergende Muster zu analysieren. An der Stelle sollte man ganz ehrlich zu sich selbst sein und sich fragen, ob man sich nicht immer wieder Männer aussucht, die Angst vor Nähe und Intimität haben. Männer, die unerreichbar erscheinen und keinerlei Interesse an einer festen Partnerschaft haben.

Frauen, die an passiver Bindungsangst leiden, kennen in ihrem Umfeld meist Männer, die das genaue Gegenteil ihres Beuteschemas sind und doch erscheinen genau diese Männer völlig unattraktiv. Umso wichtiger ist es hier, sich die Zeit zu nehmen, nach innen zu schauen und zu reflektieren, ob nicht die Männer das „Problem“ sind, sondern der wahre Grund für gescheiterte Beziehungen, bei einem selbst liegt. Der Schlüssel zum Glück, ob in einer Partnerschaft oder in anderen Lebensbereichen liegt nämlich immer tief verborgen in uns selbst!

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